Was soll das?

Als akademis­ch­er Kun­stschaf­fend­er mit einem facetten­re­ichen Port­fo­lio und abgear­beit­eten kom­merziellen Inter­esse, wer­den Über­legun­gen über das, was mit Kun­st wirk­lich getan wer­den kann und welche Bedeu­tung es haben kann, for­mulier­bar. Üblicher­weise wird das, was Kun­stschaf­fende tun von Ver­w­ert­eren und Nutzniesern gedeutet und ver­han­delt. Der Markt reduziert Bedeu­tung auf Bew­er­tung. Die Mis­sere endet in dig­i­tal­en ent­gren­zten Ver­füg­barkeit­en und der Entwer­tung zu Gun­sten glob­aler Profiteure.

Zum Einen, ander­er­seits wird nun klar, das durch glob­ale Ent­gren­zung das bedeu­tende Kri­teri­um für Kun­star­beit nur im indi­vidu­ellem zu einem Motiv des­sel­ben reifen kann, nicht als Kun­st der Kun­st wegen, son­dern wegen benennbar­er Gründe. Zu forder­st die Gruppe der selb­st­wirk­samen Motive; Iden­titäts­bil­dung, emo­tionale Visu­al­isierung und geistige Indi­vid­u­al­isierung. Mit der Über­win­dung stilis­tis­ch­er Kon­ven­tio­nen, kom­merzieller Inter­essen und akademis­ch­er Selb­st­be­weihreucherung, — ste­ht heute die Suche nach dem Imper­a­tiv der bilden­den Kun­st sicht­bar vor mir: „Was soll Kunst?“ 

Die Antwort liegt im Indi­vidu­ellen, die einende und bindene Kraft, ver­gle­ich­bar ein­er Bauhaus-Idee ist heute nicht sicht­bar, alles ist möglich, alles ist gut, alles coex­istiert zeit­gle­ich miteinander. 

Weniger das Genre, mehr die Qual­ität bildet ein einen­des Plateau durch die Lebens­bere­iche, die als kul­turelle Iden­tität ent­fun­den wird. Der Quer­schnitt führt durch Musik, Lit­er­atur, Mode, bildende Kun­st, neue Medi­en, Filme, Sprache, Pro­duk­taffinität, Ernährung, soziales und poli­tis­ches Set bis zu ein­er Motivierung zur Selb­ster­mäch­ti­gung durch die Ablö­sung von Zugehörigkeiten.

Die Bedeu­tung von Kun­st ist im Wan­del, — hier in Funk­tion als sub­ven­tion­ierte Machter­hal­tung in spür­barem Rück­gang, dafür als Eskapis­mus iden­titätss­tif­tend und als Kraftschluß mit Natur und Geist wiederentdeckt.